Barmherzigkeit über Kirchenrecht

Ich bitte den Papst darum, dass er jedem einzelnen Pastor die Möglichkeit gibt seinen Worten auch Taten folgen zu lassen, damit die Kirche wieder glaubwürdig wird und Predigten nicht hohle Worte bleiben müssen, weil Pastöre sonst um ihren "Job" fürchten müssen. Das erfordert, dass jedem Pastor die Möglichkeit gegeben wird eigenständig Entscheidungen gemäß dem Gebot der Barmherzigkeit zu treffen, auch wenn diese Entscheidungen nicht konform mit menschengemachtem Kirchenrecht sind. Kirchenrecht schafft sehr viel persönliches Leid, das nicht vereinbar mit den Lehren Jesu ist, der immer darauf bedacht war, das Leid in der Welt zu mindern. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist diesbezüglich sehr eindeutig, ebenso Jesu Umgang mit der Ehebrecherin - wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Der Kirche steht es nicht zu, mit Steinen zu werfen. Sie sollte sich vielmehr um gebrochene Herzen kümmern, ehrliche Vergebung gewähren, wozu gehört, dass eine zweite Eheschließung möglich gemacht wird, alles andere ist keine Vergebung. In der Bibel steht klar geschrieben - der Mensch ist nicht gemacht zum Alleinsein. Eine Frau aus der Ehe zu entlassen bedeutete in der Antike, dass sie gesellschaftlich ausgestoßen und mittellos war. Das ist heute nicht mehr der Fall. Ausgestoßen sind in der ersten Ehe gescheiterte Menschen lediglich von der Kirche. Hier sollte dringend nach entsprechenden Gesprächen zwischen Pastor und Betroffenen Barmherzigkeit walten und eine neue LIebe mit dem Sakrament der Ehe gesegnet werden dürfen. Gott ist die Liebe und jedes menschengemachte Kirchenrecht, das sich anmaßt darüber zu urteilen, welche Liebe gelebt werden darf und welche nicht, gehört abgeschafft.