Das viele Gute bewahren und nicht dem Zeitgeist folgen

Die Bistümer sind lange Zeit "Felsen in der Brandung des Zeitgeistes" gewesen. Aber nun ist dies immer weniger der Fall. Beispiele: Aufhängen von Regenbogenfahnen am Pfarrhaus (Hier geht es - anders als durch die Verantwortlichen erklärt - nicht um das Symbol der Sintflut, sondern um das Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung, was sich aus der kontextuellen Einordnung nach den heutigen politischen, gesellschaftlichen Gegebenheiten klar ergibt.); Forderung nach Frauenpriestertum, Segnung für homosexuelle Paare, Mitbestimmung durch die Gläubigen, Überbetonung der Ökumene, Mitmachen bei der sog. geschlechtergerechten Sprache - zum dauerhaften Schaden für die deutsche Sprache (dabei werden Grammatik, eindeutige sprachwissenschaftliche Erkenntnisse fortwährend in gravierendster Weise ignoriert. Die Kirche beteiligt sich damit an dem völlig undemokratischen, sexistischen Prozess der Beschädigung der Sprache).

Man diskutiert also viel zu viel über Strukturen und Unsinniges, statt über die eigentlich wichtigen Themen: z. B. sollte der Lebensschutz offensiv nach außen getragen werden, da ja in der Politik/Gesellschaft immer stärker lebensfeindliche Strömungen offen zutage treten.
Ein weiteres wichtiges Thema wäre die Mildtätigkeit. Schließlich nenne ich das vernachlässigte Thema Frieden/Krieg, gerade aktuell vor unserer Haustüre.

Daher folgende Bitten an den Papst:
Er möge darauf hinwirken, dass die Kirche wieder standhaft wird und das Gute bewahrt. Das meiste war und ist gut, natürlich nicht der Mißbrauch, aber hiergegen sind ja bereits wirksame Maßnahmen ergriffen und sie müssen auf Erfolg hin überprüft werden.

Rom möge sehr deutlich Grenzen aufzeigen und die Bistümer vor die Alternative stellen, entweder dem Geist der 2000-jährigen Bibelauslegung treu zu bleiben, oder ihren Status als Teil der katholischen Weltkirche aus freien Stücken aufzugeben. Rom sollte für diesen Fall für den Einzelnen eine Möglichkeit schaffen, Mitglied in der Weltkirche oder von Rom zu werden. Natürlich ist mir klar, dass dies schmerzliche Einbußen im praktischen Glaubensleben hier vor Ort für die Betroffenen bedeuten würde. Aber lieber ein "Ende mit Schrecken", verbunden mit einem Neuanfang als Teil der Weltkirche, als "ein Schrecken ohne Ende".

Für die deutschen Bistümer sollte unbedingt - ohne jede Verurteilung oder Groll gegenüber den progressiv eingestellten Gläubigen - auch eine Kirchenteilung erwogen werden.

Kommentare

Lieber Konservativer K.
manchmal ist das Alte, das man bewahren möchte, der Zeitgeist von gestern.
Als Christin frage ich mich dann: Was hat Jesus Christus von Anfang an und über die Zeit hinaus gewollt?
Vieles von dem, was wir heute als gegeben haben, ist erst später entstanden. Von Menschen, die bestimmte Interessen hatten.

Und wenn wir von den einheitlichen Weltkirche-Reglen viel halten: Warum erlauben wir dann deutschen Priestern nicht, Kinder zu haben, von denen alle wissen...?

Ich weiß gar nicht, ob ich progressiv bin. Aber manche Bibelstellen geben mir zu denken. Ich glaube, Jesus würde unsere Tempel gerne auskehren.
Alles Gute,
Ursula