Gleichberechtigung

Wir, die Kirche, wir reden gerne von Gleichberechtigung.
Gleichzeitig ist es für Frauen schwer eine Kariere zu machen oder eine Art von Verantwortung zu erhalten.
Ich finde es wichtig auch eben jenen berufenen Menschen eine Möglichkeit zu geben. Auch, wenn sie nicht Theologie studiert haben. Oder auch grade, wenn sie dies getan haben.
Gleichzeitig sprechen wir davon, dass jede:r genau so richtig ist, wie er/sie ist. Dass wir jeden so lieben sollen… wie können wir das sagen und gleichzeitig gegen alles, was nicht heteronormativ ist sein?
Wir wollen mehr Jugendliche in die Kirche holen. Doch wie soll das ohne Menschen geschehen, die sich darum aktiv kümmern?
Es bräuchte hier meiner Meinung nach mehr Hauptamtliche, die wirklich Zeit dafür haben um diese wichtige Aufgabe zu übernehmen.

Mir fehlt ebenfalls die Kommunikation auf Augenhöhe. Jeder einzelne in der Kirche sollte gleichberechtigt sein.

Das letzte, was mir noch einfällt ist das Zölibat. Wir haben viele Menschen, die sich vorstellen können ein Priesteramt zu bekleiden. Dann lernen sie doch jemanden kennen und dürfen, trotz des Mangels nicht Priester werden.
Ich glaube nicht, dass jeder Priester dafür geboren ist keine eigene Familie in Form von einer Partnerschaft und eventuell Kindern zu haben. Für einige ist dies genau der richtige Weg. Jedoch sollte das den einzelnen Menschen und Gott überlassen werden.

Im ganzen fühle ich mich sehr wohl in der Kirche. Ich habe Menschen, um mich herum, die für ähnliches kämpfen und stehen. Ich möchte, dass möglichst viele die Möglichkeit haben das zu erleben, was ich in der Kirche erleben durfte. (Geborgenheit, Glauben, Gemeinschaft…) Doch gleichzeitig habe ich Angst davor. Ich habe Angst davor, dass ich irgendwann aufhören werde für eine Reform zu kämpfen und, dass andere aufhören werde, sodass nur ein starres Geflecht, ohne Änderung und zum Tode verurteilt zurück bleibt.

Deshalb bitte ich um jene Reform. Um mehr Frauen in der Kirche, freie Meinungsäußerung, dass jeder so akzeptiert wird, wie die Person ist, mehr Jugendarbeit, offene Kommunikation, mit öffentlicher Zugabe von Fehlern und aktivem Versuche sie in Zukunft zu verhindern, ein aufräumen von Versäumnissen und externe Klärung, wenn Gesetze gebrochen wurden/ werden.