Meine Vision von der Kirche der Zukunft sieht so aus:

Dieser Beitrag erreichte uns per Mail von Hildegard Jahn-Schnelle aus Köln: 1. Frauen und Männer sind gleichberechtigte Mitglieder in dieser Kirche. Sie organisieren und gestalten das kirchliche Leben gemeinsam in geschwisterlicher (nicht nur brüderlicher!) Solidarität. Das gilt auch für die Ämter in der Kirche, die Frauen und Männern in gleichem Maße offenstehen.
2. Leitungsfunktionen innerhalb der Kirche sind durch demokratische Wahlen legitimiert und werden durch geeignete unabhängige Instanzen kontrolliert. An den Wahlen sind Frauen und Männer in gleicher Weise beteiligt. Das passive Wahlrecht haben Frauen und Männern bei geeigneter fachlicher Kompetenz gleichermaßen.
3. Zwischen Laien und Theologen finden offene Gespräche statt. Ein lebendiger Dialog ohne vorgefertigte Meinungen und Tabus ist selbstverständlich. Jedem wird grundsätzlich in Glaubensangelegenheiten die Kompetenz zugesprochen, Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu suchen und zu finden, so wie es Jesus allen zugetraut hat. („Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“)
4. Bei der anstehenden Reform der Gemeindestrukturen werden die Kirchmitglieder als gleichberechtigte Partner in Vorbereitung und Planung mit einbezogen. Ihre Vorstellungen und Wünsche werden frühzeitig ermittelt und bei der Umsetzung berücksichtigt.
5. In Deutschland findet das staatliche Arbeits- und Strafrecht auch in der Kirche Anwendung.
Im Interesse einer zukunftsfähigen Entwicklung hoffe ich, dass unsere Kirche endlich den Mut und die Kraft findet, die haltlosen reformbedürftigen Gegebenheiten einer feudalen Ständeordnung bzw. einer männerbündlerischen Organisation aufzugeben und tatkräftig Schritte hin zu funktionierenden neuen Strukturen einzuleiten. Dass dies gelingen kann, zeigen Beispiele in Pfarrgemeinden und anderen religiösen Gemeinschaften.
Ich selber habe mit Gleichgesinnten schon vor mehr als 50 Jahren – leider erfolglos -versucht, zum Wohle aller Strukturveränderungen in der Kirche zu erwirken. Vielleicht werden unsere Bemühungen um Erneuerung in der Kirche diesmal, da die Missstände heute nicht mehr zu übersehen oder zu vertuschen sind, mehr bewirken.

Kommentare

ER sagte auch, Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.