notwendiger neuer Aufbruch und neue Lebendigkeit

Ich wünsche mir eine Kirche, von der alle (!) Menschen mit der selben Würde ernstgenommen und entsprechend behandelt werden.

Nicht nur deshalb wünsche ich mir, dass die Diskriminierung von Frauen endlich aufhört, indem sie Zugang zu allen kirchlichen Ämtern und besonders zur Priesterweihe erhalten. Das ist nämlich "Not-wendig"und überfällig: Frauen mit ihren speziellen Begabungen und Charismen sollten eine Seelsorge leisten dürfen, die den Bedürfnissen von Frauen gerecht wird. Dabei denke ich besonders an Seelsorge-Gespräche und den Empfang des Bußsakraments von Frau zu Frau, vor allem in Krankheit und Sterben.

Ich wünsche mir, dass die verhärteten Strukturen kirchlicher Institutionen aufweichen und flexibel werden - von Pfarrgemeinden über Diözesen bis hin zum Vatikan. Unter der Autorität des Papstes wünsche ich mir ein Zusammenwirken von Männern und Frauen jeden Alters, die ja alle durch das Wirken des Heiligen Geistes ihre Begabungen und Talente einbringen können. Die Kirche als Institution braucht dringend "Verjüngung". (Die Apostel Jesu waren großenteils dynamische junge Männer, die mitten im Leben standen, und Jesus scheute es auch nicht , Frauen zur Unterstützung an seiner Seite zu haben.)

Nicht in erster Linie, um den Priestermangel zu beheben, sondern um der Persönlichkeit eines jeden Priesters gerecht zu werden und damit Kräfte freizusetzen, sollte es den Priestern freigestellt werden, ob sie im Zölibat leben wollen oder nicht. Ein Priester mit Familie ist möglicherweise ein besserer Seelsorger als ein Priester, dem der Zölibat eine große Last ist. Den Priestern, die geheiratet haben und vom priesterlichen Dienst ausgeschlossen sind, sollten die Türen wieder geöffnet werden. Ebenso sollte verheirateten Männern, die eine Berufung zum Priestertum spüren, dieser Weg nicht verwehrt werden.

Lasst uns gemeinsam das alles und noch viel mehr von Gott erbitten; denn ohne IHN geht nichts! Dann wird Er uns einen neuen Aufbruch und eine neue Lebendigkeit der Kirche schenken.