Synodaler Stil

Verehrter, lieber Papst Franziskus,
mit großer Dankbarkeit habe ich die Dokumente zur Vorbereitung der Weltsynode gelesen. Etwas beschämt denke ich dabei an den Beitrag, den der Synodale Weg in Deutschland bisher dazu geleistet hat: 230 Katholiken, viele im kirchlichen Dienst, sprechen für 22 Millionen Gläubige in Deutschland. Mit großem Engagement und sicherlich allseits gutem Willen ist diese Initiative gleich über mehrere "Stolpersteine" gefallen, die in den Vorbereitungsdokumenten genannt werden:
- der Blick wurde fast ausschließlich auf Strukturen gerichtet.
- in die katholische Kirche wurde - leider auch von manchen Bischöfen - Konflikt und Spaltung hineingetragen.
- Kardinal Woelki wurde zur "Unperson" erklärt, obwohl ihm von Fachleuten die bisher beste Aufklärungsarbeit im Missbrauchsskandal bescheinigt wird.

Es heißt ja wörtlich bei den Stolpersteinen (Nr. 7) :" Es wäre eitel , seine Ideen mit Nachdruck dem gesamten Leib Christi aufzudrängen oder diejenigen zu diskreditieren, die anders denken";
(Nr. 8)" Der Synodale Prozess ist kein 'politischer Wettstreit', in dem diejenige Seite regiert, die die anderen besiegt hat."

In wenigen Tagen habenAnfang Februar 2022 mehr als 1000 Gläubige eine Petition "Fairness für Kardinal Woelki - für eine geschwisterliche Kirche" unterschrieben. Bitte hören Sie auch darauf und die vielen stillen Beter, die sich nicht in der Öffentlichkeit zu Wort melden und deren Leserbriefe nicht abgedruckt werden. Im Gebet zum Hl. Geist, was auch unter den Vorbereitungsmaterialien zu finden, heisst es: "Bewahre uns davor , als schwache und sündige Menschen die Orientierung zu verlieren.....Führe uns in dir zur Einheit, damit wir nicht vom Weg der Wahrheit und der Gerechtigkeit abkommen, sondern auf unserer Pilgerschaft dem ewigen Leben entgegen streben."

Kommentare

Wer hat Kardinal Woelki zur Unperson erklärt?

Sein Umgang mit seinen "Untergebenen", den Seelsorgerinnen, den Priestern und zuletzt mit uns ungehörten Laien erklärt doch alles von selbst.

Woher nehem Sie die Erkenntnis, dass gerade Herr Woelki "die bisher beste Aufklärungsarbeit im Missbrauchsskandal" leistet? Sein Freund Pfarrer Johannes O. hat brutal ein Kindergartenkind vergewaltigt und als Woelki Jahre später davon erfuhr, hat er den Fall entgegen der Vorschriften nicht nach Rom gemeldet. Auch seine Schutzbehauptung, dass Opfer wolle nicht aussagen, hat das Opfer zurückgewiesen, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet.
Machen Sei die "Leistung" an der gigantischen Summe von 2,8 Millionen Euro fest, die Woelki für Gutachten, Gegengutachten und Präsentation des Gegengutachten ausgegeben hat? Eine Summe, die für die Wiedergutmachung der für ihr gesamtes Leben geschädigten Opfer fehlt!

Die Beurteilung der soliden, gründlichen Aufklärungsrabeit stammt von renommierten Kirchenrechtlern wie z.B. Prof. Aymanns,München, und dem deutschen Kardinal Kaspar, Rom.
Der Kölner Stadtanzeiger berichtet seit Monaten tendenziös, einseitig über Kardinal Woelki. Andere Meinungen werden unterschlagen. Leserbriefe, die nachweisen, dass z.B. in der Printausgabe des Stadtanzeigers in einem Interview mit dem Apostolischen Adminstrator Steinhäuser, eine positive Beurteilung des Generalvikars Hoffman weggelassen wurde, haben keine Chance veröffentlicht zu werden. Der Stadtanzeiger finanziert eine Umfrage, unter 1800 Menschen im Erzbistum (davon ca. 80 % Katholiken), die repräsentativ sein sollen für das ganze Erzbistum.
Umgerechnet sind es dann de facto ca. 0,06 % der 1,9 Millionen Katholiken des Erzbistums, die sich gegen Woelki aussprechen. So wird es aber nicht dargestellt.