Was würde Jesus tun?

Leider habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Kardinäle und Bischöfe und manche Priester Jesus aus dem Blick verloren haben. Sie sprechen zwar immer von der goßen Bedeutung des Evangeliums, aber sie selbst leben und handeln nicht danach. Täten sie es wirklich, dann wäre das Zwangs-Zölibat längst abgeschafft, Frauen würden genauso ernst genommen und behandelt wie Männer, und das große Wissen, das Geistliche in ihrer anspruchsvollen Ausbildung erwarben, würde nicht zum Machtmissbrauch degradiert. Wie gerne bemühe ich mich um ein Leben in Christi Nachfolge - das genau aber vermisse ich bei viel zu vielen Mächtigen in der Amtskirche. Wir brauchen nicht Lügen und Vertuschung, kein besserwisserisches "von oben herab", sondern Zugehen auf die Menschen mit ihren Bedürfnissen. Heute müssen die Menschen vor vielen Geistlichen geschützt werden, weil die nicht das tun, was Jesus getan hätte: mit Liebe von Gottes Reich erzählen und den Menschen hilfreich dienen und sich um ihre Seelen sorgen. Diese wunderbare, aber auch sehr anspruchsvolle Aufgabe kann nicht jeder/jede erfüllen, dementsprechend sollte die Ausbildung für geistliche Berufe geändert werden, damit Ungeeignete andere Wege finden können. Ich wünsche mir 100 % Ehrlichkeit, Offenheit, Transparenz und Aufklärung in allen Fragen von geistigem Missbrauch, sexuellem Missbrauch, Machtmissbrauch und jeglicher Form von Gewalt. Und ich wünsche mir viel mehr solch wundervolle Priester wie den Pfarrer, der meine Pfarrei leitet: voller Liebe zu Jesus Christus und voller Leidenschaft für das Evangelium, was er 100% glaubwürdig in Liebe zu den Menschen seiner Gemeinde vermittelt. Er hat sichtbar und spürbar Jesus Christus an seiner Seite, er hat ihn immer im Blick und ist erfüllt von ihm. In ständiger Selbstrefexion stellt er sich immer die Frage: "was würde Jesus tun?" So sollten alle Geistlichen sein!