Katholisch bedeutet allumfassend!

Unsere Katholische Kirche ist eine Gemeinschaft von Gläubigen. Sie ist das Zelt Gottes unter den Menschen (Offb 21,3). Durch die Taufe werden wir in diese Kirche aufgenommen: "Denn in einem Geiste sind wir alle getauft in einen Leib hinein" (1 Kor 12,13). Alle Menschen, die sich zur Kirche bekennen, gehören dazu! Trotz aller Beteuerungen erleben wir in unserer Kirche nicht, dass alle Charismen gleichwertig angesehen werden (vgl. 1 Kor 12,1-11). Wir wünschen uns eine Kirche, in der nicht eingeteilt und unterschieden wird in Kleriker und Nichtkleriker, Mann und Frau, Homo oder Hetero. "Es ist der Heilige Geist, der seine vielfältigen Gaben gemäß seinem Reichtum und den Erfordernissen der Dienste zum Nutzen der Kirche austeilt.“ (Lumen Gentium 7) Wir wünschen uns eine Kirche, in der alle Charismen ihren Platz haben und gewollt sind. Da darf es keine Wertung und Bevorzugung geben. Der Leib Christi leidet, wenn Menschen gehen, weil es keine Diversität geben darf.
Derzeit vermissen wir im Erzbistum Köln viele Menschen. Die Vertrauenskrise ist so groß, dass Menschen sich abwenden. Wir vermissen die Gläubigen, die in unserer Gesellschaft abgehängt sind und leider auch bei uns keine Heimat mehr suchen.
Wir vermissen nach wie vor Frauen, die als Kirchenlehrerinnen ihre Expertise auf allen Ebenen einbringen können. Wenn wir in die Kirchengeschichte schauen, dann waren Frauen seit Beginn an in der Verkündigung, Katechese und Leitung tätig. Durch die früh einsetzende patriarchalische Verfestigung hat sich ihr Einfluss in unserer Kirche zurückentwickelt. Frauen wie Männer sind zum Dienst in der Kirche gleichermaßen berufen. Es wird Zeit, über die Zugänge zu Weiheämtern nachzudenken und sie zu öffnen.

Kommentare

Diese Äußerung kann ich nur voll und ganz unterstützen. Wenn jemand eine andere Meinung oder einen anderen Lebensentwurf hat, sollte das als Bereicherung und nicht als Provokation verstanden werden.

Wir sollten in jedem Menschen das Gute suchen. Wenn jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist, dann gibt es in jedem Menschen Spuren Gottes.