Angstfreiheit, Toleranz, Gewaltenteilung

Solange Gläubige in der katholischen Kirche Angst vor Repressalien oder dem Verlust der Arbeitsstelle haben müssen, können sie nicht angstfrei leben und nicht frei und offen sprechen.

Die Initiative OutInChurch hat durch viele Beispiele belegt, welche Einschränkungen ihre mutigen Mitstreiter hinnehmen müssen, die allein aus dem antiquierten Menschenbild der Kirche resultieren und damit anerkannte Grundrechte mit Füßen treten.

Ohne eine Angleichung des kirchlichen Arbeitsrechts an die Standards in Deutschland können einige nicht frei leben und offen sprechen.

In Deutschland ist es den Gläubigen nicht mehr vermittelbar, warum das, was sie in ihrer Demokratie alltäglich wertschätzen: Würde, Gleichberechtigung, Freiheit, Einflussnahme und Gewaltenteilung in ihrer Kirche nicht umgesetzt wird.

Damit bietet das politische System Deutschlands mehr Ähnlichkeiten mit den Grundhaltungen des Evangeliums als das System der katholischen Kirche.

Diese Veränderungen sind sicherlich nicht auf der ganzen Erde in gleichem Maße umsetzbar, da gesellschaftliche Entwicklungen und politische Gegebenheiten unterschiedlich sind. Hier wünschen wir uns die Möglichkeit einer deutlich größeren Flexibilität in der Anpassung an die jeweilige Ausgangslage.