Ehrenamt

Überdenken innerkirchlicher, institutioneller Organisationsformen.
Beispiel „Caritas": Professionalität und Wissensbündelung in einem so breitgefächerten Aufgabenfeld ist unabdingbar. Aber - vielerorts ist damit die eigenverantwortete, konti-nuierliche Gemeindediakonie aus Eigeninitiative zusammengebrochen oder hat sich auf Nischenbereiche (z.B. Migranten, Flüchtlinge) zurückgezogen.
Mit dem Verlust der allgemeinen, umfassenden in und aus der Gemeinde wirkenden Orts-/Pfarrcaritas fehlt jedoch spürbar eine wesentliche, tragende Säule erfahrbarer, gelebter Glaubensgemeinschaft von Solidarität, Mitgefühl, Verbundenheit. Ein hörendes Herz ist mehr als die akkurat erbrachte Dienstleistung.
Es stellt sich die Frage nach Subsidiarität auf Augenhöhe. Nötig ist/wäre eine (Neu-) Initiierung und Einbindung eigenverantwortlicher gemeindlicher, ehrenamtlicher Res-sourcen ohne diese als „Hilfswillige" der Institution einzuordnen, sondern zu selbsttäti-ger Aktivität zu motivieren (Assistenz statt obrigkeitliche Koordination).

Neben der ausbaufähigen und sachlich nötigen Vermittlung unerlässlichem Fachwis-sens und der Beherrschung von Techniken und sozialer Kommunikation - für Ehrenamtliche neben beruflichen und familiären Aufgaben erreichbar, zeitlich und finanziell tragbar -finden Analyse und Reflektion der Motive noch nicht den ihnen
zukommenden, wegweisenden, zielgerichteten Stellenwert als Schlüsselparadigma.