Mt 16,18

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen."
Mt 16,18

Unsere Kirche geht auf Jesus Christus zurück. Ich lese hier viele Beiträge, die sich eine ganz andere Kirche wünschen. Bei allem Respekt und Willen zur Einheit: Es gibt kirchliche Gemeinschaften, die viele Wünsche, die hier geäußert werden, schon verwirklicht haben. Wenn diese Wünsche wichtiger werden als die Zugehörigkeiten zur einen Kirche Jesu Christi, sollte sich jeder fragen: Führt mich mein Weg nicht vielleicht in eine andere Gemeinschaft, z.B. in eine Gliedkirche der EKD oder in die Alt-Katholische Kirche?

Wenn sich unsere römisch-katholische Kirche diesen Gemeinschaften angleicht, gibt es die Kirche Jesu Christi nicht mehr. Sie muss in ihrer Substanz erhalten bleiben, sonst geht sie unter und sehr, sehr viele Menschen wären geistig heimatlos. Das darf nicht geschehen (und das wird auch nicht geschehen)!

Kommentare

So steht es in der Bibel. Aber vieles andere, was katholische Kirche ausmacht. Steht da überhaupt nicht. Da steht nichts davon, dass wir unsere Lieder zu Orgelmusik singen sollen, dass wir uns in sakralen Bauten treffen sollen oder das wir die Beichte nur bei einem Priester ablegen sollen. Jesus hat nie gesagt, nennt euch Katholische Kirche und nur ihr habt das Monopol auf die richtigen Regeln und Gebräuche.

Ich sehe uns zwar als das "Original" an, empfinde die anderen christlichen Bekenntnisse aber als gleichwertige Gemeinschaften von Menschen, die Jesus Christus aufrichtig nachfolgen wollen. Es ist also nicht nötig, an unserer Kirche so viele Veränderungen vorzunehmen, wenn es andere Gemeinschaften gibt, die diese Änderungen bereits vollzogen haben. Wer sich z.B. Frauenpriestertum, Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Aufnahme der Gender-Theorie in die eigene Weltanschauung wünscht, darf sich gerne einer dieser etablierten Gruppen anschließen. Für die katholische Kirche und ihre vielen Mitglieder, die diese Änderungen nicht wünschen, sollte aber der Fairness halber eine Art "Bestandsschutz" gelten. Sie verlieren sonst ihre geistliche Heimat.