Leitungspositionen: Vielfalt statt Einfalt

Bei der Bestzung von Leitungspositionen (Bischöfe, Generalvikare usw.) gibt es zu viel Uniformität, d.h., es werden in der Regel Männer ausgewählt, die dafür stehen, dass die kirchenpolitische Richtung stimmt. Die ist erfahrungsgemäß (ultra)konservativ. So werden die herrschenden Vorstellungen und Überzeugungen der Männer in den Auswahlgremien (Kurie, Episkopat) immer wieder an die nächste Generation weiter gegeben (reproduziert), so dass eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten entsteht, die das ganze Spektrum des Katholischen nicht abbildet. Ich nenne das pointiert "geistliche Inzucht". Solch eine Vorgehensweise passte vielleicht noch in monarchische Zeiten, wird heute jedoch zunehmend mehr als Bevormundung empfunden.
Deshalb der Vorschlag, für die Besetzung von Leitungsstellen in den Diözesen Frauen und Männer zu benennen, die von synodalen Gremien vorgeschlagen werden und von einem Wahlorgan ausgewählt werden, dass repräsentativ für die verschiedenen geistlichen Strömungen eines Bistums aus Laien und Klerikern zusammengesertzt ist.
Entsprechendes sollte auch auf anderen Leitungsebenen gelten, z. B. bei Bischofkonferenzen.