Strukturen können auch lähmen

Wir sind eine sehr durchorganisierte und -strukturierte Kirche mit einem großen Verwaltungsapparat - das hat Vorteile, weil viele Aufgaben dadurch professionell erledigt werden können und beispielsweise der ganze soziale Bereich sehr professionell und wirklich gut läuft.
Gleichzeitig sind diese Strukturen sehr komplex und ich weiß von vielen Menschen, dass sie sich im Alltag wenig gehört fühlen und dass die meisten Gemeindemitglieder keine wirklich Vorstellung davon haben, was beispielsweise der Diözesanpastoralrat ist oder wie genau Hauptabteilungen im Generalvikariat funktionieren.
Das kann bei vielen Menschen an der Basis das Gefühl verstärken, nicht gehört zu werden - vor allem dann, wenn es in der eigenen Gemeinde auch nicht einfach ist.
Ich würde mir machmal weniger Struktur und Gremien, aber dafür mehr Begegnung wünschen - auch mit den Verantwortungsträger:innen aus dem GV und den diözesanen Gremien.
Begegnung hilft auch, sich gegenseitig zuzuhören und dadurch gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.